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Projektoren Tuning

Cine4home Cine4home Edition High End In Partnerschaft mit Cine4Home bieten wir auf Wunsch ein Projektoren-Tuning an. Regelmäßige Leser von Cine4Home wissen, das jeder Projektor nur dann sein maximales Leistungspotenzial erreichen kann, wenn er optimal eingestellt ist. Dies gilt sowohl für die akkurate Farbdarstellung, als auch Lichtleistung und Kontrast.

Um dem Kunden diese Sicherheit möglichst transparent bieten zu können, hat unser Partner Cine4Home neuartige Kalibrierungsverfahren und Qualitätsüberprüfungen entwickelt.

 

Die Cine4Home Edition

Die Cine4Home Edition wird es zu ausgesuchten Beamer-Modellen geben und umfasst zwei Hauptgebiete, die messtechnisch erfasst und protokolliert werden:

1. Der protokollierte Check-Up (Serienstreuung)

Wie bereits erläutert, ermitteln wir exklusiv für die Cine4Home Tests den Serienschnitt einer Modellreihe und können hierzu die akzeptablen (und unvermeidbaren) Serienabweichungen in Beziehung setzen.

Für die „Cine4Home Edition“ überprüfen wir jeden einzelnen Projektor individuell auf die Einhaltung dieser Toleranzen. Und für eine maximale Transparenz entscheiden wir das nicht „geheim im stillen Kämmerlein“, sondern dokumentieren diese anschließend im Protokoll. Somit kann der Käufer selbst die Leistungs-Eckdaten seines individuellen Gerätes ablesen. Folgende Aspekte werden dafür (messtechnisch) erfasst:

- Pixelfehlerfreiheit
Ein Klassiker der Qualitätskontrolle und sicherlich nicht neu ist die Untersuchung auf Pixelfehler. Dies erfolgt für die Cine4Home Edition allerdings in vier Schritten:


Im ersten Schritt wird ein bildfüllendes Schwarz projiziert und die Leinwand auf Pixelfehler abgesucht, die immer leuchten und so für ungewollte bunte Sterne sorgen.


-> ->


In den nächsten drei Schritten wird die Prozedur mit 100% Primärfarb-Testbildern wiederholt, um kaputte Pixel zu entlarven, die immer aus sind und so für „virtuellen Fliegendreck“ auf der Leinwand sorgen.

Nur wenn ein Projektor alle vier Schritte besteht, qualifiziert er sich für weitere Untersuchungen.

- Color Uniformity (kalibriert)
Aufgrund des komplexen optischen Aufbaues eines 3Chip Projektors ist eine gewisse Streuung der Farbtemperatur über die Bildfläche unvermeidbar. Dies ist in der Praxis tolerierbar, solange sie im normalen Filmbild für das Auge unsichtbar bleibt. Überschreitet sie allerdings gewisse Toleranzen, so bilden sich im laufenden Film störende Farbflecken. Ein Himmel ist z.B. rechts graublau und links so lila wie aus einer Milkawerbung.



Störendes Shading im Bild


Auch hier setzen wir die Einhaltung der in unseren Tests ermittelten Serienstreuung eines Modells voraus und prüfen diese nach der Kalibrierung mit bildfüllendem Weiß. Und selbstverständlich wird hier nicht lapidar und für den Kunden kaum nachvollziehbar „Pi x Daumen“ entschieden, sondern es folgt eine messtechnische Erfassung.



Dabei haben wir uns an dem Verfahren der ANSI-Kontrastmessung orientiert und das Bild in neun Bereiche unterteilt. Die Referenz stellt die Bildmitte da (kalibriert auf 6500K/D65), an der sich die anderen Bereiche im wahrsten Sinne des Wortes messen lassen müssen.

Nur wenn alle(!) einzelnen Messergebnisse unter der von uns (bedingt durch die Serienstreuung) für das Modell ermittelten Toleranzgrenze liegen, qualifiziert sich das Gerät für die Cine4Home Edition.



Beispiel eines Uniformity-Checks


Alle Mess-Ergebnisse werden selbstverständlich objektiv im Protokoll dokumentiert, so dass der Kunde hier weiß, was ihn erwartet.

- Helligkeit nach Kalibrierung
Auch wenn moderne Heimkinoprojektoren allgemein als Digitalprojektoren tituliert werden, so erfolgt die Bilderzeugung doch noch weitgehend analog optisch. Und Fertigungstoleranzen in optischen Komponenten wie Gläsern, Filtern, Lampengas, Spiegeln, Prismen usw. sorgen dafür, dass es auch gewisse Streuungen in der erzielbaren Helligkeit gibt.

Neben Schwankungen in der maximalen Helligkeit ist es aber noch entscheidend, wie viele Einbußen das individuelle Gerät durch die D65-Farbkalibrierung aufzeigt, sprich wie hell der Projektor bei korrekter Farbdarstellung noch sein kann. Aus diesem Grund messen wir die Helligkeit nach(!) der Kalibrierung und geben diese ebenfalls schriftlich im Protokoll in Lumen an. Ohne sich selbst ein Luxmeter kaufen zu müssen, weiß der Kunde somit, wie viel im netto verbleiben und kann die Helligkeit mit dem Serienschnitt vergleichen.

Übrigens: Nur wenige Luxmeter können die Helligkeit eines Projektors adäquat messen, mit den „Billgmodellen“ aus dem Elektronikgroßmarkt kommt man nicht weit. Ein vorkalibriertes Profi-Luxmeter kostet minimal mehrere hundert Euro, kommt dafür aber auch mit Quecksilberdampfspektren zurecht.

- Kontrast (nach der Kalibrierung)
Nun kommen wir wohl zu dem Aspekt, der am schwersten zu überprüfen ist: Kontrast. Hochwertige Projektoren liegen in ihrem Kontrastverhältnis mittlerweile in so hohen Bereichen, dass die üblichen Messprogramme (Chroma Pure, CalMan, HCFR) und die dazugehörigen Sensoren von der Stange nicht in der Lage sind, belastbare Kontrastwerte zu ermitteln.

Aus diesem Grunde haben wir in den vergangen Jahren eigene Hardware und Messverfahren entwickelt, um den Kontrast eines Projektors zu ermitteln. Für unsere Referenz-Tests messen wir den Kontrast nicht nur nativ und dynamisch, sondern setzen ihn auch noch in Bezug zur Kalibrierung und dem Projektionsabstand.

Dasselbe zuverlässige Messverfahren, das eben nicht mit der Standardhardware möglich ist, wenden wir für die Kontrastmessung der Cine4Home Edition an. Auch hier sind die Netto-Werte nach der Kalibrierung von besonderem Interesse und diese werden auf die Einhaltung der modellspezifischen Serienstreuung untersucht und die Ergebnisse für eine maximale Transparenz auch im Messprotokoll vermerkt.

- Farbraum
Nicht jeder Projektor verfügt über ein vollständiges Color-Management. Bei den Modellen, bei denen eine Kalibrierung des Farbraumes nicht möglich ist, wird ebenfalls eine Überprüfung der Serienstreuung vorgenommen und diese protokolliert.



Die Serienstreuung des Farbraumes wird dokumentriert

 - Konvergenz / Schärfe
Auch für die Konvergenz gilt: Absolute Perfektion ist nicht möglich, aber die Toleranzen sollten so gering sein, dass kein signifikanter Schärfeverlust aus normalen Betrachtungsabständen entsteht. Dies alles ist in Bezug zu setzen zu der grundsätzlichen Schärfequalität eines spezifischen Beamermodells. Manche Modelle warten inzwischen mit immer raffinierteren Konvergenz-Justagesystemen auf, so dass optische Streuungen zunehmend besser ausgeglichen werden können.



Konvergenzverschiebungen mindern den Schärfeindruck, zumindest bei größeren Bilddiagonalen


Projektoren mit zu großer Konvergenzabweichung oder Fehljustagen des optischen Blocks fallen durch das CIne4Home Edition Raster und werden aussortiert.

Zwischenfazit

Mit obigem Qualitätscheck, der im Messprotokoll schriftlich erfasst wird, kann sich der Kunde sicher sein, dass der Projektor, den er daheim einsetzt, in allen getesteten Belangen der gängigen Serientoleranz entspricht, die wir in unseren Referenz-Tests ermittelt und veröffentlicht haben.

Und nicht nur das: Er kann sich auch sicher sein, dass der Projektor daheim so gut aussieht, wie das Vorführmodell beim Händler, denn selbstverständlich kommt bei unseren Partnern ebenfalls eine Cine4Home-Edition als Vorführmodell zum Direktvergleich-Einsatz, sprich ein repräsentatives Serienmodell.

Bleibt noch die passende Kalibrierung, auch hier lassen wir ab sofort unseren individuell entwickelten Messverfahren in die Kalibrierung einfließen, was mit „Standardsoftware“ nicht möglich ist:

 

2. Die Kalibrierung

Eine Projektorenkalibrierung sorgt dafür, dass wichtige Bildparameter bzgl. der Farben und der Helligkeitsverteilung auf normspezifische Werte geeicht werden. Dies ist allerdings ein Unterfangen, das mit zunehmender Komplexität der Projektoren immer schwieriger wird.

Die Cine4Home Edition orientiert sich bei der Kalibrierung an zwei Maßstäben: In einem Modus wird der Projektor so normnah kalibriert wie möglich. Sprich, Farbraum, Farbtemperatur und Gamma sollten die Videostandards so genau einhalten, wie möglich.

- Farbtemperatur
Soll ein Projektor auf die Videonorm kalibriert werden, so sollte die Farbtemperatur projizierter neutraler Graustufen 6500K, genauer dem D65-Weißpunkt entsprechen. Dieser Anspruch gilt für alle Helligkeitspegel.



Nahezu alle aktuellen Heimkinoprojektoren bieten mittlerweile gute Korrekturmöglichkeiten für die Farbtemperatur, um möglichst genaue und homogene Ergebnisse zu realisieren. Der Schwachpunkt sind meist die Messsensoren, die das spezifische UHP-Spektrum eines Projektors missinterpretieren. Den universal passenden Sensor gibt es nicht, Punkt. Aus diesem Grund ermittelt Cine4Home für jeden Projektor aus seinem Repertoire den am besten geeigneten Sensor und passt diesen im Laufe der unzähligen Testreihen wenn nötig in seinem Profil an.

- Gamma
Auch die Helligkeitszuordnung zwischen Signalpegel und tatsächlich ausgegebener Helligkeit auf der Leinwand lässt sich bei modernen Projektoren gut einstellen.



Die meisten Modelle bieten entweder die obligatorischen Gain / Offset Regler für RGB, oder alternativ einen kompletten Gammamanager, mit dem punktuell die Helligkeit korrigiert werden kann.

Auch hier hängt die Genauigkeit einer Kalibrierung letztendlich nicht nur von den Einstellmöglichkeiten eines Beamers ab, sondern der benutzten Hardware. So sind moderne Heimkinoprojektoren aufgrund ihres immer besser werdenden Schwarzwertes sehr schwer „unten herum“, sprich in der Durchzeichnung nahe an Schwarz messtechnisch zu erfassen. Die meisten Sensoren zeigen hier Abweichungen, die sich negativ auf die Kalibrierung auswirken können. Aus diesem Grund misst Cine4Home das Gamma mit besonders lichtsensiblen Spezialsensoren und nicht mit den „üblichen Modellen von der Stange“.

Anmerkung zur Messpraxis:
Wird ein Projektor vor dem Kauf kalibriert, so sollte die Messung im Lichtweg erfolgen. Nur dies schließt eine Verfälschung durch die Leinwand aus. Zwar verhalten sich gute mattweiße Leinwände (Gain 1.0) farbneutral, doch nicht selten wird der Fehler von Kalibrieren gemacht, Beamer reflektiv über akustisch transparente Leinwände durchzuführen. Diese verfälschen die gesamte Helligkeitsverteilung des Projektors, denn ihr Gain liegt keinesfalls bei 1 und ihre Farbneutralität ist auch nur in den seltensten Fällen gegeben. Unser Tipp: Hinterfragen Sie dies und verlangen Sie ggfl. Nachbesserung.

- Farbraum / Farbdarstellung allgemein
Für eine normnahe Farbreproduktion ist es wichtig, dass der „Malkasten“ des Projektors, sprich seine Grundfarben, möglichst genau auf ihre Sollwerte abgestimmt sind. Für eine Reproduzierbarkeit setzt die Videonorm daher für jede Primärfarbe eine gewisse Sättigung und Tönung voraus, die im Koordinatensystem messbar und ablesbar sind.



Klassische Darstellung für Sättigung und Farbton
der Grundfarben


Zu Zeiten der komplett analogen Bilderzeugung reichte dies aus, denn die Helligkeiten der Grundfarben standen in direkter Beziehung zum D65-kalibrierten Weiß. Stimmten Gamma und Weißton, stimmten auch die Helligkeiten der Grundfarben. Doch moderne Digitalprojektoren mit ihren unzähligen Farbprofilen erzeugen ihre Mischfarben nicht mehr so „ehrlich“ wie noch analoge Röhrengeräte. Daher muss die Helligkeit der Grundfarben separat überprüft (gemessen) werden.



Gesonderte Darstellung der Helligkeit, Farbtönung und Sättigung


Viele aktuelle Messprogramme sind zu einer Helligkeitsmessung und grafischen Abbildung in der Lage (siehe oben). Die neuesten Profiprogramme fassen die Abweichungen in Sättigung, Farbton und Helligkeit sogar in einer einzigen Variabel „Delta E“ zusammen: Solange das DeltaE (=Die Farbabweichung vom Soll) gering genug ausfällt, um vom Auge unbemerkt zu bleiben, ist es im „grünen Bereich“ und der Projektor kalibriert.

 „Wer viel misst, misst Mist??“

Die messtechnische Infrastruktur für eine akkurate Farberfassung des Bildes ist also gegeben. Es ist nur die Durchführung, die den Kalibrierer vor neue Herausforderungen stellt: Eine gängige Methode ist das Messen der Primär- und Sekundärfarben auf einem Helligkeitslevel von z.B. 100% oder 80%, die dann grafisch im Messdiagramm dokumentiert ist.



Doch so ein Protokoll belegt lediglich, dass der Projektor für die gewählten wenigen Testbilder akkurat arbeitet. Dass er dann auch in allen anderen Farbbereichen und Helligkeitsstufen sich keine Fehler leistet, ist lediglich eine Annahme, die auf bei genauem Hinsehen auf wackeligen Beinen steht. Dazu ein Beispiel:



Laut Messung: Die Grundfarben alle richtig gesättigt


Die erste Version des JVC DLA-HD100 bot ein komplettes Color-Management, mit dem man die Primär-und Sekundärfarben in allen relevanten Bereichen auf Norm trimmen konnte, also in Farbton, Helligkeit und Sättigung. Laut herkömmlicher Messprotokolle macht der Beamer also ein nahezu perfektes Bild. Doch merkwürdigerweise, bestätigten sich die Messergebnisse im normalen Filmbetrieb nicht: Reale Filmbilder wirkten weiterhin viel zu bunt, als sei der Projektor gar nicht im Color Management kalibriert worden.



Realbilder sind alles andere als richtig abgestimmt


Weiter Untersuchungen haben schnell ergeben, dass das ColorManagement des HD100 auf anderen Helligkeitsleveln die Grundfarben nicht beeinflusst hat: Die Stichproben-Messung mittels Kalibriersoftware ist zur Falle geworden, das Messprotokoll spiegelt nicht die Realität wieder.

Auch umgekehrt lassen sich schnell Beispiele finden, diesmal mit einem JVC-DLA X70: Misst man hier den Farbraum des Cinema-Modus nach gängiger Kalibrier-Praxis, würde man dem Projektor eine viel zu kräftige Farbdarstellung bescheinigen, das Protokoll wäre „mangelhaft“.



Farbprofil "Cinema"


Der Praxistest mit Realbildern zeigt aber keinesfalls eine übertrieben bunte Darstellung, vor allem Gesichtstöne bleiben perfekt.


Trotz „falscher“ Messwerte: Stimmige Kinoreproduktion


Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis ist schnell erklärt: Tatsächlich aber haben die Ingenieure hier spezielle Farbmatrizen hinterlegt, die lediglich nur ohnehin schon kräftige Farben noch weiter verstärken, während blassere Farben weitgehend unberührt bleiben. Und dazu gibt es auch noch ein spezielles Color-Management für Orange, etwas was die meisten Messprogramme out of the box gar nicht berücksichtigen, geschweige denn ihre Nutzer.


Cine4home Cine4home Edition High End
Exklusiv bei der Cine4Home Edition:
Leistungsfähigere Beamer erfordern komplexere Farbanalysen zur Kalibrierung


Doch es gibt Abhilfe: Möchte man einen modernen Projektor möglichst wirklichkeitsgetreu messtechnisch auf die Schliche kommen, so bleibt einem nichts anderes übrig, als ihn in verschiedenen Helligkeitsbereichen und auch in Farbtönen fernab der Gundfarben und neutralen Graustufen, also in wesentlich mehr Farbtönen zu messen.



Gezieltes Messen von Mischfarben


Derartige Verfahren sind nichts neues, denn sie werden im professionellen Bereich des Drucks oder der Fotografie schon lange eingesetzt. Auch moderne Messprogramme sind durchaus für entsprechende Einsätze ausgerüstet, allein die meisten Kalibrierer haben sich dementsprechend noch nicht fortgebildet.

In unseren Referenztests gehen wir bei Cine4Home seit längerer Zeit eigene Wege: In einem speziellen Verfahren messen wir die Testkandidaten nicht nach veralteter, herkömmlicher Methode, sondern in Dutzenden von praxisrelevanten Farbtönen und Hellligkeiten. Dies ermöglicht eine anschließende Beurteilung der Farbdarstellung in Bezug zur gesamten Farbpalette und nicht nur zu sechs nicht aussagekräftigen Stichproben.


Links: Videonorm, Mitte: Beamer.
Rechts:Delta E (grün bedeutet „< 3“)


Die moderne Delta-E Darstellung fasst alle Abweichungen in Farbe, Farbton, und Gamma (Helligkeit) in einer einzigen Variablen zusammen, die zudem übersichtlich farblich kennzeichnet, ob tolerable Abweichungen eingehalten werden (grün), oder ein Beamer merkliche Abweichungen aufweist (grün).



DeltaE in der Verktordarstellung


Verwendet man dieses Verfahren, so sind an der Wirklichkeit vorbei gehende Kalibrierungen ausgeschlossen: Bei beiden obiger Beispiele fallen die Besonderheiten direkt auf:



Nach Cine4Home Messverfahren fallen Fehler fernab der Primärfarben
sofort auf


Hier sehen wir die Farbanalyse eines HD100 mit der ersten, fehlerhaften CMS-Firmware: Die zu bunte Farbdarstellung wird sofort deutlich.

Und auch beim Beispiel des aktuellen X70/X90 wird genau abgebildet, wie die Farbmatrizen des Projektors tatsächlich arbeiten.


Komplette DeltaE-Farbraumanalyse
des "intelligenten" Cinema-Farbprofils eines X70
nach Cine4Home-Verfahren


Diese messtechnischen Erkenntnisse, die wir im Rahmen unserer Referenz-Tests ermitteln, fließen exklusiv in die Kalibrierung der Cine4Home Edition ein. Mit anderen Worten, wir verlassen uns nicht auf die die Strichproben „6 aus 16,7 Millionen“, wie bei einer Standardkalibrierung, sondern profilieren ein Modell ausführlich. Abhängig von diesen Ergebnissen zeigt sich dabei oft schnell, dass eine Kalibrierung fernab sturer Normen zu noch befriedigenderen Ergebnissen sogar in Sachen akkurater Farbdarstellung führen kann. Aus dieser Erkenntnis heraus bietet eine Cine4Home Edition, wo sinnvoll, zu der konservativen Normenkalibrierung auch eine erweiterte Kalibrierung, die die exklusiven Stärken eines Projektors in Hinblick zum Kinooriginal besser ausreizt. Eine „maßgeschneiderte Optimierung“ als Bonus sozusagen.

- 3D-Kalibrierung
Bislang beschäftigten sich die meisten Kalibrierungen ausschließlich mit der zweidimensionalen Bilderzeugung. Doch seit der letzten Generation der Heimkinobeamer rückt auch die dritte Dimension im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr in der Vordergrund und stellt den Heimkinofan vor neue Herausforderungen:

Die derzeit verwendete Shutter-Brillentechnik bewirkt nicht nur einen gravierenden Helligkeitsverlust, sondern auch beeinflusst auch die Farbdarstellung, denn die Polfiltergläser der Brille sind keinesfalls farbneutral, sondern wirken sich wie ein externer Farbfilter auf die Darstellung aus. Eine gewissenhafte Kalibrierung muss daher die Brille mit in die Messung einbeziehen.



Die Brille beeinflusst Gamma und Farben


Die eigentliche Messung gestaltet sich ebenfalls als sehr schwierig: Einfach durch die Brille messen funktioniert aufgrund des gepulsten Verfahrens und des Lichtverlustes nicht akkurat, die meisten Sensoren geben in dieser Konstellation lediglich Phantasiewerte an. Es gilt also, mittels Spezialverfahren die passenden Zielfarbtöne zu ermitteln und diese anschließend bei der Kalibrierung ohne Brille im Lichtweg zu kalibrieren.

Doch damit immer noch nicht genug: Auch die Brillen unterliegen einer gewissen Serienstreuung und Toleranz, die Cine4Home für seine Referenztests ermittelt. Dieser Ergebnisse fließen ebenfalls ausschließlich in die kalibrierte Cine4Home Edition ein. Dies verhindert signifikante Abweichungen beim nachträglichen Kauf zusätzlicher Brillen.

- ICC Profilierung
Auf Sonderwunsch ist es auch möglich, gesonderte ICC Profile der Cine4Home Edition erstellen zu lassen. Dies erleichtert die Einbindung in Computersysteme, bei denen die farbliche Korrektur softwarebasierend durchgeführt wird.

- Spezialkalibrierung
Auch spezielle Kalibrierungen auf andere Standards, wie zum Beispiel der Adobe RGB Farbraum für Fotografien, ist bei der Cine4Home Edition möglich.


Fazit: Cine4Home Edition

Die Zeit bleibt nicht stehen: Während vor 10 Jahren in der breiten Heimkinoszene der Digitalprojektoren eine „Kalibrierung“ fast noch ein Fremdwort war, gehört sie heutzutage fest zu dem hochwertigen Heimkinoerlebnis dazu: Sei es in gewissen Toleranzen direkt ab Werk, oder maßgeschneidert auf das individuelle Gerät.

Doch mit sich steigernden Leistungsdaten der Projektoren muss auch die Kalibrierung „reifen“ und sich den neuen Möglichkeiten anpassen: Während es bei analogen Geräte noch reichte, wenige Parameter zu korrigieren (RGB Primärfarben + Weißabgleich), mussten bei Digitalprojektoren die Messungen ergänzt werden (Sekundärfarben + Farbhelligkeit) und bei den allerneusten Beamern eine komplette Farbanalyse durchgeführt werden (exklusive Farbanalyse der Cine4Home Edition). Nur so ist es möglich, wirklich sicher die Farbdarstellung eines Projektors zu beurteilen und die Einstellparameter daraufhin anzupassen.

Diesen Schritt gehen wir nun mit der neuen Cine4Home Edition: In einem komplexen Messverfahren wird der Projektor nicht mehr ausschließlich auf die „üblichen“ Parameter stichprobenartig hin untersucht, wie mit herkömmlicher Software üblich, was nicht selten zu realitätsfernen Messergebnissen führt, sondern nach dem Vorbild von professioneller Medien und Drucktechnik der Projektor komplett analysiert und die Kalibrierung dementsprechend angepasst.

Zudem wird nicht ein universeller Sensor eingesetzt, denn kein Messsensor ist universal für jedes Spektrum und jede Anwendung geeignet, sondern individuell für den zu untersuchenden Aspekt und die Spektralcharakteristik die passende Technik ausgewählt und, wenn nötig, zusätzlich profiliert. Verfälschende Reflektiv-Messungen von (z.B. akustisch transparenten) Vorführleinwänden in den Räumlichkeiten des Händlers werden ebenfalls ausgeschlossen.

Neben einer Standard-Kalibrierung auf Norm erfolgt, wenn sinnvoll, eine Zusatzkalibrierung, die die individuelle Stärken eines Beamers besser ausreizt.

Diese Neuerungen alleine führen bereits zu neuen Maßstäben in der Qualität einer Kalibrierung und ihrer Beurteilung, doch damit wollten wir uns trotzdem nicht begnügen: Eine Kalibrierung ist im Grunde genommen nichts anderes, als das Ausgleichen einer unvermeidbaren Serienstreuung. Die Werkstoleranzen in Sachen Grundfarben, Weißabgleich und Gamma werden in Richtung Norm angepasst. Was liegt da näher, als die Serienstreuung auch in anderen relevanten Bildaspekten zu untersuchen? Daher haben wir uns entschlossen, diese im Rahmen der Cine4Home Edition ebenfalls zu protokollieren. Besonders in abstrakten Bereichen wie Kontrast und Helligkeit erlangt der Kunde so messtechnische Gewissheit, an die er sonst ohne entsprechendes Equipment und KnowHow nicht herankäme.

Die individuellen Leistungsdaten eines jeden Projektors werden aber nicht nur protokolliert, sondern entscheiden auch darüber, ob ein Gerät die Kriterien für eine Cine4Home Edition einhält. Geräte, die die werksüblichen Toleranzen unterschreiten, werden ausgemustert, weil sie die zugesicherten Eigenschaften nicht einhalten. Da Cine4Home als einziges Testmagazin für seine Referenztests umfangreiche Serienanalysen durchführt, verfügen wir über das exklusive Know How, welches die werksüblichen und akzeptablen Toleranzen ausmacht.

 

- Cine4Home Edition Übersicht -

Serienstreungs-Check:

- Check und Protokollierung von Pixelfehlern

- Check / Justage von Konvergenz und Schärfe

- Messtechnische Erfassung und Protokollierung der kalibrierten Helligkeit

- Messtechnische Erfassung und Protokollierung des kalibrierten Kontrastes

- Messtechnische Erfassung und Protokollierung der Color Unfiformity

 
Kalibrierung:

- 10 jährige Test / Kalibriererfahrung mit über 2000 Heimkinobeamern

- Verwendung spezieller Hardware und Messalgorithmen für:
Farbraum
Farbtemperatur
Gamma
Kontrast

- Normkalibrierung

- Zusätzliche Kalibrierung auf Beamer-Optimum

- 3D Kalibrierung

- ICC-Profilierung (optional)

- Kalibrierung auf andere Normen (optional)

Quelle: Cine4Home

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